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Dolmetschen und Übersetzen umfasst mehr als Fremdsprachen

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DOLMETSCHEN UND ÜBERSETZEN UMFASST MEHR ALS FREMDSPRACHEN

BDÜ Nord stellt am Internationalen Tag des Übersetzens Gebärdensprachdolmetschen in den Mittelpunkt

„Wir haben verstanden“ – wenn jeder jeden anderen verstehen kann, dann können wir gemeinsam Barrieren überwinden. Unter diesem Motto machte der BDÜ Nord am 30. September 2020 anlässlich des Internationalen Tags des Übersetzens und im Einklang mit dem internationalen UN-Tag der Gebärdensprachen (23. September) auf die vielfältigen Einsatzbereiche von Gebärdensprache aufmerksam: bei einem Online-Video-Talk mit der Premiere eines kurzen Videos. Gebärdensprachdolmetschen ist für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen unerlässlich um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Seit 2002 ist die Deutsche Gebärdensprache als eigenständige Sprache anerkannt.

Sei es beim COVID-19 Briefing des Robert-Koch-Instituts, im Studium, beim Arztbesuch oder im Gottesdienst – die Einsatzbereiche für Gebärdensprachendolmetscher sind vielfältig. Der BDÜ Nord setzt sich aktiv für diesen Berufszweig ein – genau wie für die barrierefreie Kommunikation insgesamt. Diese ist in der Europäischen Union gesetzlich verankert und Deutschland hat die Pflicht, Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabe an allen gesellschaftlichen Prozessen zu ermöglichen. Hierzulande sind geschätzt mehr als 80.000 Menschen auf Gebärdensprachendolmetscher angewiesen.

BDÜ Nord fördert barrierefreie Kommunikation in Norddeutschland

Der BDÜ Nord unterstützt etwa im Rahmen des Deutschlandstipendiums Studierende des Fachs Gebärdensprachendolmetschen an der Universität Hamburg. Schon seit Jahren besteht eine Kooperation mit der Universität Hildesheim auch in Sachen barrierefreie Kommunikation, zu der die Leichte Sprache zählt. „Deutschland hinkt hier insgesamt noch etwas hinterher“, gibt die BDÜ Nord Vorsitzende Catherine Stumpp zu bedenken. Es muss Qualitätskriterien für Übersetzungen in Leichte Sprache geben, damit die Zielgruppe sicher sein kann, dass sie Übersetzungen in guter Qualität bekommt.“ Dazu arbeitet der BDÜ Nord auch im DIN-Konsortium zur Entwicklung der Leitlinien für diese Sprachvarietät mit. Über Punkte rund um barrierefreie Kommunikation, das Gebärdensprachdolmetschen und die Leichte Sprache informierte der BDÜ Nord am Internationalen Tag des Übersetzens und diskutierte mit Interessierten die Aspekte zur Deutschen Gebärdensprache.

An dem Treffen nahmen zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen, Wille Felix Zante (Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Gehörlosenbund) als Nutzer ihrer Dienstleistungen sowie Kathleen Riegert, die Referentin für Gebärdensprachdolmetschen des BDÜ teil, um die zahlreichen interessierten Rückfragen aller Teilnehmer zu beantworten.

Der internationale Tag des Übersetzens

Um die Arbeit der im Hintergrund arbeitenden Sprachprofis zu würdigen, hat die UN-Vollversammlung den 30. September zum „International Translation Day“ ausgerufen. Mit diesem Tag des Übersetzens wollen die Vereinten Nationen die Rolle von Übersetzern, Dolmetschern und Terminologen bei der Verständigung zwischen den Nationen würdigen. Zusätzlich erinnert der Tag an den Heiligen Hieronymus. Er übersetzte im 4./5. Jh. das Alte Testament aus dem Hebräischen ins Lateinische und gilt als Schutzheiliger der Übersetzer. Sein Todestag fällt auf den 30. September.

Hintergrundinformationen zum Internationalen Tag der Gebärdensprachen der Vereinten Nationen am 23. September finden Sie hier.


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