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Headsets für die Arbeit im Gerichtsaal und neue Info-Seite zur Vereidigung

HEADSETS FÜR DIE ARBEIT IM GERICHTSAAL UND NEUE INFO-SEITE ZUR VEREIDIGUNG

Mit kleinen Verbesserungen hilft der BDÜ Nord bereits aktiven und angehenden Rechtsdolmetschern und -übersetzern

Flüsterdolmetschen im Gerichtssaal mit zwei Metern Abstand und Schutzmaske? Ein Ding der Unmöglichkeit. Der BDÜ Nord setzt sich dafür ein, Lösungen zu finden, wie auch mit den neuen Abstands- und Hygienevorschriften angesichts von COVID 19 bei Gerichtsverhandlungen und ähnlichen Anlässen weiterhin gut und sicher gedolmetscht werden kann.

Eine pragmatische Lösung, auf die der BDÜ Nord diverse Gerichte und die Justizbehörden im Norden schriftlich aufmerksam gemacht hat sind Personenführungsanlagen (PFA) wie man sie aus Museen kennt. Dabei können die Beteiligten nicht nur ruhig und mit nötigem Abstand in ihre Mikrophone sprechen, auch das Zuhören wird konzentrierter, weil die Kopfhörer störende Nebengeräusche abhalten. Das Amtsgericht Kiel hat sich auf unser Anraten eine Anlage angeschafft und ist den ersten Erfahrungen zufrieden. “Die zwei Gigaset-Geräte werden drahtlos miteinander gekoppelt (…) Die Geräte können mit Headsets verwendet werden und funktionieren einwandfrei“, teilte uns der Ansprechpartner des Gerichts mit.

Große Hilfe mit kleinem technischen Aufwand

Solche Anlagen können ebenfalls mit bereits vorhandene Lautsprecheranlagen in Gerichtssälen gekoppelt werden. Technisch gibt es viele Möglichkeiten, es kommt nur darauf an den Technikern genau zu erklären, welche Anforderungen Dolmetscher an die Anlage haben. „In vielen Land- und höheren Gerichten kommt diese Technik schon seit längerem erfolgreich zum Einsatz. Unser Ziel ist darüber hinaus, gerade auch an Amtsgerichten den Kollegen und allen Beteiligten die Arbeit zu erleichtern oder unter den aktuellen Bedingungen überhaupt erst zu ermöglichen“, erläutert die BDÜ-Nord Vorsitzende Catherine Stumpp. Sie ermutigt alle am Gericht tätigen Dolmetscher, sich vor Einsätzen ganz gezielt nach der Möglichkeit zu erkundigen mit Headset zu arbeiten. Eine Handreichung des BDÜ Bundesverbandes zum Thema finden Sie hier.

Neue Informationsseite zur Vereidigung

Um vor Gericht beim Dolmetschen und Übersetzen überhaupt zum Einsatz zu kommen, ist es erforderlich und sinnvoll, sich vereidigen/beeidigen/ermächtigen zu lassen. Schon allein bei diesen verschiedenen Ausdrücken dürfte manchen Neu-Einsteigerinnen der Kopf rauchen. Hier hat der BDÜ Nord Abhilfe geschaffen. Orientierung und Erläuterungen zum gesamten Einsatzbereich finden Sie auf unserer neu überarbeiteten Informationsseite. Dort haben wir die Beeidigungsbedingungen in Hamburg, Niedersachsen, Bremen/Bremerhaven und Schleswig-Holstein für Sie auf den neuesten Stand gebracht. Auch die Frage, in welchem Bundesland es sich um eine Beeidigung, Vereidigung oder Ermächtigung handelt, wird beantwortet: Es ist ein und dieselbe Sache, für die es in verschiedenen Bundesländern nur unterschiedliche Bezeichnungen gibt.


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